Die plastische Chirurgie ist eine segensreiche Angelegenheit. 



Was bedeutet "Plastik"? Der Künstler formt sein Kunstwerk aus Stein, Metall oder Kunststoff etc und nennt es "Plastik", weil es den Werkstoff nach seinen Vorstellungen verformt. Kunststoff wird im Volksmund "Plastik" genannt, weil man ihn so schön verformen kann. 


Plastische Chirurgie bedeutet formende Chirurgie und nicht Einbringen von Kunststoff. Der Laie denkt heute, dass "Plastische Chirurgie" immer mit Schönheit zu tun hat. Der HNO-Arzt mit Zusatzbezeichnung "Plastische Operationen" kommt von der Wiederherstellungschirurgie im Rahmen von Verletzungen und Tumordefekten. Bei der Operation denkt der Operateur selbstverständlich auch an das Aussehen seiner Patienten und nicht nur an die Funktion. Er will auch die Wünsche seiner Patienten berücksichtigen. Man muss immer zwischen Ästhetik und Funktion abwägen. 


Es ist ganz natürlich, dass auch Patienten mit rein ästhetischen Vorstellungen zum HNO-Arzt kommen. Die Schönheitschirurgie hat oft den Ruf eines undurchschaubaren, grenzwertig verbotenen, verruchten Geschäfts. In seriösen Händen ist das nicht so. 


Operationen sollten eine medizinische Indikation haben. Bei rein ästhetischen Fragestellungen ist das nicht der Fall. Aber wenn psychologische Probleme durch ein körperlich ästhetisches Problem auftreten, kann eine medizinische Indikation vorliegen. Nach Sozialgesetzbuch V dürfen die Kosten für plastisch-ästhetische Chirurgie nicht zu Lasten der Solidargemeinschaft der Versicherten gehen. Medizinische Indikation bedeutet nicht automatisch die Übernahme der Kosten durch die gesetzlichen Krankenkassen. Wir müssen diese Leistungen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in Rechnung stellen.