Vorsorge, Vorbereitung und Nachsorge


Der Begriff "Vorsorge" wird oft dafür verwendet, wenn man eine Tumorerkrankung rechtzeitig entdecken möchte und dafür regelmäßige Untersuchungstermine vereinbart. Der Sinn ist nicht unumstritten, weil bösartige Tumoren auch schnell wachsen können und die "Vorsorge" eine falsche Sicherheit gibt. Aber dennoch empfehlen auch wir Vorsorgeuntersuchungen.

Wir treffen auch Vorsorge bei nicht bösartigen Erkrankungen zur Vermeidung einer operativen Therapie. Man sollte grundsätzlich immer erst einmal überlegen, ob anstelle einer Operation auch konservative Maßnahmen helfen. 


Haben wir das versucht und festgestellt, dass eine Operation sinnvoll ist, treffen wir Vorbereitungen. Vorbereitungen sind medizinischer und administrativer Art.

1. Medizinische: Telefonieren Sie mit den Narkoseärzten. Klären Sie uns über alle Ihre Vorerkrankungen und über chronische Erkrankungen, wie Diabetes, Bluthochdruck etc. auf. Nehmen Sie keine blutverdünnenden Medikamente vor und nach der OP. Wenn Sie nicht genau wissen, ob die Medikamente eine Blutverdünnung bewirken, fragen Sie den Arzt oder Apotheker.

Manchmal wollen wir vor der Operation mit Medikamenten, z.B. Antibiotika vorbehandeln.


2. Administrative: Ohne eine Operationsaufklärung dürfen Sie bei uns keinen Termin vereinbaren. Wir legen Wert auf einen "mündigen" Patienten. Sie sollen verstehen, warum wir operieren und wie. Wir lassen uns für ein umfangreiches Aufklärungsgespräch gerne Zeit.

Wenn Sie nicht aus Kiel kommen und eine weite Anreise haben, könnte es sein, dass Sie sich eine Fahrt sparen möchten. Mit einigen unserer Zuweiser haben wir vereinbart, dass Sie dort aufgeklärt werden können und dann direkt zur Operation hierher kommen. Wir können uns dann am OP-Tag vor der Operation davon überzeugen, dass das Vorgehen auch aus unserer Sicht sinnvoll ist.  Das hat bisher immer geklappt.  


Mit der Nachsorge verhält es sich genau so. Wenige Dinge müssen wir sehen. Das sind u.a. Patienten nach plastisch-chirurgischen Eingriffen und nach Mittelohroperationen. 

In jedem Fall müssen wir über Ihren Verlauf Bescheid wissen. Wir geben Ihnen deswegen eine postoperative Sofortinformation. Hier befragen wir Sie nach psotoperativen Schmerzen, Blutungen, Fieber, Infektionen, Komplikationen und über die Zufriedenheit Ihres zuweisenden Arztes und von Ihnen selbst.


Es ist wichtig, dass diese Information zu uns zurückkommt.