Die Nase

Die Nase ist viel aufregender, als man bei Betrachtung der äußeren Nase mit ihrer Haut und dem Stützgerüst aus Knorpel und Knochen vermutet. Die gesamte innere Nase und die Nasennebenhöhlen sind mit einer Schleimhaut bedeckt, die ein "respiratorisches Epithel" hat. Diese spezielle Auskleidung sorgt für die Reinigung der Atemwege. So sind die Nasennebenhöhlen grundsätzlich steril. Es findet sich normalerweise kein Keim in den Höhlen. Die Vorgänge in der inneren Nase und den Nasennebenhöhlen werden durch phänomenal komplexe Vorgänge gesteuert. Es würde zu weit führen, diese hier zu beschreiben, sie werden aber bei der Besprechung der einzelnen Erkrankungen und ihrer Therapie deutlich.



Erkrankungen:

Bei den Erkrankungen der äußeren und inneren Nase wird die Vielseitigkeit des HNO-Fachgebietes deutlich:

  • Erkrankungen der Haut: Akne, Rhinophym, Hauttumoren (Basaliom, Spinaliom, Karzinom), Verbrennung, Allergien, Unverträglichkeiten
  • Verletzungen: Nasenbruch, Hautdefekte, Verschiebungen der Nasenscheidewand, äußere und innere Blutungen, Blutergüsse
  • Bösartige Veränderungen: Karzinome, Lymphome, Basaliome etc.
  • Sonstige: Angeborene Formveränderungen, Defekte durch Tumoren oder durch Verletzungen. Schiefnasen, Höckernasen, Nasenscheidewandverbiegungen. Wunsch nach anderer Nasenform
  • Systemerkrankungen, wie Morbus Wegener, Tuberkulose, Blutungsneigungen
  • Riechstörungen, Gefühlsstörungen
  • Defekte der Schädelbasis und der Hirnhaut


Eine vorübergehende oder dauerhafte Behinderung der Nasenatmung kann verursacht werden durch Verbiegung der Nasenscheidewand oder durch Schwellung der Schleimhäute und Nasenmuscheln in der Nase. Seltener können auch gut- oder bösartige Neubildungen oder Fremdkörper die Ursache von Behinderungen der Nasenatmung sein.


Die vermehrte Sekretion (Schleim) aus der Nase hat meist eine Allergie als Ursache.


Entzündliche Erkrankungen der Nase können akut oder chronisch sein. Akute Entzündungen, meist durch Viren verursacht, gehen auch alleine vorüber. Länger dauernde oder häufig wiederkehrende Entzündungen bedürfen einer genaueren Untersuchung und Behandlung. Hinter ihnen verbergen sich oft allergische Nebenhöhlenerkrankungen oder Belüftungsstörungen der Höhlen, die durch Verschluss ihrer Zugänge zustande kommen, aber sie können auch andere Ursachen haben, die man gerne wissen sollte.


Diagnostik:

Die meisten Erkrankungen erkennen wir schon an der Krankengeschichte (Anamnese) und beim ersten Blick-Kontakt. Für die genaue Unterscheidung brauchen wir aber doch Hilfsmittel, wie Endoskope, Mikroskop, Ultraschall, Röntgen, Kernspin u.a..


Im Februar 2009 war die Kopfcentrum Management GmbH als erste in Deutschland für eine HNO-DVT-Fachkunde zertifiziert worden. Aufgrund der Vorleistung der Kopfcentrum Management GmbH konnten alle deutschen HNO-Ärzte die DVT-Fachkunde erwerben.


Fachkundetagungen finden regelmäßig statt. 



Therapie:

Die Therapie der Erkrankungen der Nase und Nebenhöhlen hat nur ein Ziel: Belüftung des Patienten (Nasenatmung), Belüftung und Drainage der Höhlen. Die zu Grunde liegende Schleimhauterkrankung ist meist nicht vollständig heilbar.


Eine Therapie ist immer zuerst konservativ, d.h. nach Versagen der Hausmittel medikamentös. Während eine Verbiegung der Nasenscheidewand oder irgendeine mechanische Verlegung der Höhlen meist unproblematisch operativ geheilt werden kann, ist eine chronische Schleimhauterkrankung durch eine Operation meist nicht vollständig heilbar. Man kann die Beschwerden operativ aber lindern, so dass man die Folgen der Schleimhauterkrankung nicht mehr bemerkt. Auf jeden Fall soll nach einer Operation die erkrankte Schleimhaut in der Nase bleiben. (Man kann ja auch eine Hauterkrankung nicht durch Entfernen der Haut heilen, ohne sie zu ersetzen.)


Schiefe Nasen, querstehende Nasenscheidewände, narbig verschlossene Nebenhöhlen kann man nicht durch Medikamente etc. heilen. In solchen Fällen bleibt nur die Operation als Lösung der Probleme. Neubildungen, deren Art man nicht sofort sicher erkennt, müssen entfernt und histologisch untersucht werden. Alle anderen akuten und chronischen Erkrankungen der Nase soll man zunächst nicht operieren, sondern "konservativ" behandeln.


Die verwendeten Medikamente behandeln die Grunderkrankung, wie eine bakterielle Infektion, eine Allergie oder die Symptome, wie Nasenatmungsbehinderung, Kopfschmerzen, Fieber etc.. Ihr Arzt hat keinen großen Spielraum bei der Auswahl der Medikamente, wenn Sie bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind. Er unterliegt einem Budget, das im Schnitt ca. 15.- Euro pro Patient beträgt.



Operationen hier ohne Tamponade!


Angaben zur plastischen Chirurgie der äußeren und auch inneren Nase finden sie unter "Plastische Chirurgie, Schönheitschirurgie, Ästhetik" im Hauptmenü obere Zeile des Würfels in der Mitte und dann erneut unter dem Punkt "Nase" klicken.




11 Tage nach folgenden Operationen in der Klinik Am Germaniahafen:

  • Endonasale Pansinus-Operation - Ohne Tamponade
  • Septumplastik
  • Turbinotomie

fischer

Topfit in 3000 m Höhe. 

Aber: Besser nicht nachmachen! Gönnen Sie sich Ruhe nach jeder Operation!